Porsche Speedster: Heute eine Million Euro wert

Porsche Speedster – 1 Million Euro für 100 PS

Porsche Speedster: Heute eine Million Euro wert

Der Porsche Speedster war der preisgünstigste 356 – und auch der spritzigste, wenn er den Viernockenwellen- Carrera-Motor unter der Haube hatte. Warum er heute eine Million Euro wert ist.

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Wie entwickelt sich der Oldtimer-Markt

Wie entwickelt sich der Oldtimer-Markt?

Eine Markteinschätzung hängt von vielen Faktoren ab: Geänderte Gesetze, spezifische Wirtschaftssituationen oder ein neuer Wechselkurs – und natürlich auch, ob man potentielle Interessenten auf seinen Wagen aufmerksam machen kann.

Was den Oldtimer-Markt beeinflusst

Eine Frage, die oft gestellt wird, ist diejenige nach der aktuellen Markteinschätzung. Mit einem Satz lässt sich diese Frage nicht beantworten. Je nach Perspektive ist die Antwort nämlich nicht immer dieselbe. Da gibt es Einflussfaktoren, die ganze Handelsströme verschieben können. Auch veränderte (lokale) Gesetze, deren Durchsetzung sowie die spezifische Wirtschaftssituation in einem Land (Bsp. Brexit) haben einen Einfluss auf den Zustand eines Marktes. So hat sich zum Beispiel der Wechselkurs zwischen dem Schweizer Franken und dem Euro verschoben, zu Ungunsten des Frankens. Für den Oldtimer-Verkäufer (in der Schweiz) kann sich dies positiv auswirken, denn für einen Käufer aus Deutschland, Belgien oder Frankreich wird ein Schweizer Auto nun günstiger, womit es besser verkäuflich wird. Für einen Schweizer Käufer, der gerne über die Grenze schielt, ist aber das Gegenteil der Fall, für ihn werden die Autos teurer.

Einfacherer Import in die USA für Fahrzeuge über 25 Jahre

Ein anderes Beispiel sind die Amerikaner. Sie können alte Autos mit einem Alter von über 25 Jahren ohne Anpassung an die lokalen Gesetze importieren, entsprechend nimmt jedes Jahr die Nachfrage nach den Wagen, die gerade diese Altersschwelle erreicht haben, zu. Damit steigt aber auch das Angebot dieser Autos in den USA, die vorher ja nur schwer und mit viel Aufwand ins Land zu kriegen waren, einige Autotypen könnten also lokal auch günstiger werden.

Wenn ob all dieser Finessen trotzdem eine kurze Marktbeurteilung zu wagen ist, dann müsste man wohl von einem sich etwas beruhigenden Käufertrend, stabilisierten oder leicht erodierenden Preisen und einem weiterhin ungebrochenen Trend zu Preisrekorden bei ausgesuchten und jeweils einmaligen (Geschichte, Zustand) Raritäten sprechen.

Lokale Gegebenheiten statt globaler Trends relevant für viele Fahrzeuge

So ganz neu tönt das nicht, Ähnliches sagten Marktbeobachter auch schon vor einigen Jahren. Aber eine solche Einschätzung hilft einem wenig, wenn man einen Triumph TR4, einen Porsche 914/2.0 oder einen Fiat 1500 verkaufen möchte. Hier entscheiden lokale Gegebenheiten und ob man es schafft, die richtigen Interessenten auf den Wagen aufmerksam zu machen. Und natürlich spielt der kommunizierte Preis das Zünglein an der Waage. Dessen „richtige“ Festlegung erinnert irgendwie weiterhin mehr an Alchemie als Wissenschaft, wenn es sich nicht gerade um häufig gehandelte Fahrzeugtypen handelt, bei denen man schnell einen Anhaltspunkt gewinnen kann.

Studie 2020: Der Bestand an Oldtimern und Youngtimern wächst weiter

Oldtimer 2020: Der Bestand wächst weiter

Alle reden derzeit über die Zukunft des Automobils. Aber wie ist es mit seiner Vergangenheit? Verlieren Oldtimer und Youngtimer an Akzeptanz in der Gesellschaft? Mitnichten, wie jetzt eine Studie namens „Classic Studie Young- und Oldtimer 2020“ zeigt.

„Classic Cars“ werden mehr

Der Bestand an „Classic Cars“ (hierunter definiert die Studie Young- und Oldtimer ab 15 Jahren) ist gegenüber dem Vorjahr um 4 Prozent gewachsen, mit zweistelligen Wachstumsraten entwickeln sich lediglich die Fahrzeuge ab 25 Jahren dynamisch. Bei Youngtimern zwischen 15 und 19 Jahren hingegen stellt sich bereits eine leicht rückläufige Entwicklung ein.

Wenig überraschend dominieren im Oldtimer- und auch im Youngtimer-Bestand die deutschen Marken. Am häufigsten vertreten sind Volkswagen und Mercedes-Benz. Sie stehen für 43 Prozent aller zugelassenen Fahrzeuge. Volkswagen stellt auch die Top-3-Modelle, angeführt vom Käfer, gefolgt vom Golf und dem VW Bus. Die zwei Marken Fiat und GM schaffen es unter die Top 10.

Young- und Oldtimer leistbares Hobby

In Expertenrunden wurde in der aktuellen Studie erstmals eine bestandsorientierte Bewertung vorgenommen. Im Ergebnis wird deutlich, dass Oldtimer kein so teures Hobby sind, wie gern angenommen wird. Es dominiert das Volumensegment im Wert von 10.000 Euro bis zu 50.000 Euro mit einem Anteil von 51 Prozent.

Eine kleine Gruppe von lediglich 8 Prozent aller zugelassenen Oldtimer hat einen höheren Wert als 50.000 Euro. Die zweitgrößte Gruppe mit 41 Prozent der zugelassenen Oldtimer liegt beim Wert bis zu 10.000 Euro. Das Premiumsegment mit seinen 8 Prozent aller zugelassenen Oldtimer steht aber für 38 Prozent des gesamten Fahrzeugwerts.

Kauf von Oldtimer: Kilometerstand oder Baujahr?

Oldtimerkauf: Kilometerstand oder Baujahr?

Kauf von Oldtimer: Kilometerstand oder Baujahr?

Beim Kauf eines Oldtimer gibt es vieles zu beachten. Häufig taucht dabei die Frage auf, ob der Kilometerstand (km) oder das Baujahr (Bj) – also die Laufleistung oder das Alter des Autos – wichtiger bei der Auswahl des Fahrzeuges ist.

Ist beim Oldtimerkauf das Baujahr oder der Kilometerstand wichtiger?

Für die deutsche Prüfgesellschaft DEKRA kann die Frage „Laufleistung oder Alter?“ aufgrund einer Datenauswertung eindeutig beantwortet werden. Unter Experten gibt es aber auch gegensätzliche Meinungen. Hier der Überblick:

Die durchschnittliche Kilometerleistung wird bei Autos mit ca. 15.000 bis 20.000 km/Jahr angenommen. Die Prüfgesellschaft DEKRA kommt zu dem Schluss, dass eine geringere Laufleistung beim Oldtimerkauf grundsätzlich wichtiger ist als das Alter des Autos.

Warum sind die Kilometer aussagekräftiger?

Die zugrundeliegende Argumentation: Fahrzeuge, mit denen mehr Kilometer gefahren werden, weisen auch mehr Abnützungserscheinungen und Mängel auf. Bei Autos, die längere Zeit stehen, ist das tendenziell weniger der Fall.

Typische Mängel bei vielen gefahrenen Kilometern bzw. bei alten Autos

Die Gefahr, dass Mängel wie etwa ausgeschlagene Lager auftreten, ist bei Fahrzeugen mit hoher Laufleistung höher. Spröde Dichtungen oder ähnliches können zwar auch rein auf das Alter zurückgeführt werden, sind aber meist nicht so gravierend (und kostenintensiv) wie Mängel, die durch den Gebrauch (also mehr Kilometerleistung) entstehen.

Was sind Mängel bei typischer Nutzung?

Die Prüforganisation beruft sich bei ihren Erkenntnissen auf eigene Daten von 15 Millionen Hauptuntersuchungen. Bei der Analyse wurden die Fahrzeuge von DEKRA in vier Laufleistungen unterteilt: Fahrzeuge bis 50.000 km, 50.001 bis 100.000 km, 100.001 bis 150.000 km und (seit 2018) auch 151.001 bis 200.000 km. Es wurden dabei Mängel bei „typischer Nutzung“ berücksichtigt – darunter „Klassiker“ wie Ölverlust oder ausgeschlagene Spurstangenlager. Mängel, die auf mangelnde Wartung zurückzuführen sind, darunter abgefahrene Reifen oder kaputte Scheibenwischerblätter, wurden bei der Auswertung nicht berücksichtigt. 

Laufleistung ist nicht gleich Laufleistung

Es gibt aber auch Expertenstimmen und Argumente von Autofahrern, die erahnen lassen, dass die Frage nicht ganz so einfach beantwortet werden kann. Diese Argumente und Kaufkriterien sollten beim Oldtimerkauf ebenso berücksichtigt werden:

Wie und wo wurde gefahren?

Nicht nur die Anzahl der gefahrenen Kilometer ist entscheidend. Auch wie und wo die Kilometer zustande kamen spielt eine Rolle.

Langstrecke vs. Kurzstrecke?

Kilometer, die vorwiegend auf Langstrecken gesammelt wurden, sind für viele wesentliche Autoteile weniger „belastend“ als vermehrte Kurzstrecken.

Ist ein Serviceheft vorhanden?

Ein geringer Kilometerstand ist nur dann ein Vorteil, wenn ein Fahrzeug regelmäßig gewartet wurde. Ein Blick in das (lückenlos geführte) Serviceheft ist beim Kauf somit ein ebenso entscheidender Punkt.

Garagenfahrzeug, Fahrweise und Pflege

Auch die Fragen, ob es sich um ein Garagenfahrzeug handelt und wie das Fahrzeug gepflegt wurde sollten nicht außer Acht gelassen werden. Die Fahrweise des Vorbesitzers spielt ebenfalls eine Rolle.

Weitere Kriterien

Die Laufleistung und das Alter sind nur zwei von vielen Kriterien, die beim Oldtimerkauf in Betracht gezogen werden sollten

Diese Autos können 2021 als historisches Fahrzeug angemeldet werden

Diese Autos können 2021 als historisches Fahrzeug angemeldet werden

Diese Autos können 2021 als historisches Fahrzeug angemeldet werden

VW Passat VR6, Golf 3, Opel Astra F und Mercedes W 140: Diese Automodelle feiern 2021 ihren 30. Geburtstag und können das rote Kennzeichen bekommen!

Für Besitzer von Autos mit Erstzulassung 1991 ist 2021 ein besonderes Jahr. Dann werden ihre Garagen-Schätzchen 30 Jahre alt – und reif als historisches Fahrzeug angemeldet zu werden, das prestigereiche und meist steuersparende Nummernschild für automobiles Kulturgut! 

Viele Autos aus dem Baujahr 1991 sind noch auf der Straße unterwegs, statt in warmen Hallen zu parken. Schließlich stammen aus den frühen Neunzigern technisch ausgereifte Fahrzeuge, deren einfache Elektronik noch beherrschbar ist und deren Technik weiterhin mit Ersatzteilen versorgt werden kann.

Welche Modelle können ab heuer als historisches Fahrzeug gelten

Wie zum Beispiel der VW Passat (B3) Variant, denn 1991 wechselte der Biedermann auf die Überholspur. Der neue VR6-Motor von VW fand zunächst Verwendung im B3 und sorgte dort mit 2,8 Liter Hubraum für flotte Familienausflüge. Mittlerweile ist er rar, die Bastlerfront hat ordentlich gewütet. Ein Passat VR6 Variant kostet heute 7100 Euro im Zustand 2 und 3800 Euro im Zustand 3. 30 Jahre ist es her, dass VW und Opel mit ihren Neulingen die Kompaktklasse neu definierten. Gleich zu Anfang kamen beide mit ihrem Spitzenmodell und beachtlichen Leistungswerten auf den Markt: der Golf 3 VR6 mit dem neu entwickelten und 174 PS starken 2,8-Liter-VR6 und der Astra F GSi mit dem aus dem Vorgänger Kadett E berühmten 2,0-Liter-Vierzylinder (150 PS).

Peugeot 106 als Elektroauto

Citroën zeigte mit dem ZX, dass auch kompakte Volumenmodelle durchaus Technologieträger sein können. Die technische Innovation des ZX war seine mitlenkende Hinterachse. Der Peugeot 106 kam – seiner Zeit weit voraus – auch mit einem Elektroantrieb auf den Markt. Und der Audi 100 Avant untermauerte 1991 Audis Ambitionen, BMW und Mercedes Konkurrenz zu machen. Der Plan ging auf: Der Audi 100 verkaufte sich auch als Avant prächtig, und die Ingolstädter etablierten sich als Premiummarke auf dem Markt.

Der Porsche 968 ist das Schlusslicht der Transaxle-Ära

Während Golf 3 und Astra F um die Krone der Kompakten kämpften, zeigte die Automobilindustrie wieder einmal, wie unterschiedlich Mobilität sein kann. Mercedes läutete mit dem kantigen Dickschiff W 140 eine neue Ära der S-Klasse ein. In Zeiten des zweiten Golfkriegs und Kraftstoffknappheit wirkte das bis zu 2,25 Tonnen schwere Schiff aus der Zeit gefallen. Lob gab es hingegen für die modernen Assistenzsysteme und die hochwertige Verarbeitung. Mazda zeigte mit seinem weich und fließend gezeichneten 121, wie organisches Autodesign geht. Und Audi brachte nach Jahrzehnten erstmals wieder ein Cabrio auf den Markt: Das erste Audi-Cabrio der Nachkriegszeit rollte zunächst mit dem bekannten 2,3-Liter-Fünfzylinder zu den Händlern. Im Jahr darauf folgte das erste Sechszylinder-Modell. Mit dem nochmals verbesserten Motor und dem Fahrwerk des Vorgängers Porsche 944 S2 kam der 968 als letzter Schritt in der Transaxle-Ära bei Porsche

Wertminderung bei Oldtimern

Eine interessante Entscheidung des Obersten Gerichtshofes gab es bezüglich der Wertminderung durch Unfallschaden bei Oldtimern. Der Oberste Gerichtshof hat nun in Österreich erstmals über die Frage des Wertminderungsanspruches bei Oldtimerfahrzeugen entschieden.

Ausgleich der Wertminderung wegen gefühlsmäßiger Abneigung gegen reparierte Sachen

Bei Beschädigung einer Sache (Oldtimerfahrzeug) sind nicht nur die Reparaturkosten zu ersetzen, sondern es ist gegebenenfalls auch jene Wertminderung auszugleichen, die im konkreten Fall auf Grund der gefühlsmäßigen Abneigung potentieller Käufer gegen (auch fachgerecht) reparierte Sachen eintritt.

  • Maßgebend ist die Differenz zwischen dem Wert vor der Beschädigung und jenem nach der Reparatur.
  • Die Feststellung dieser Werte (des Oldtimerfahrzeuges vor der Beschädigung und nach der Reparatur) ist Tatfrage.
  • Vorschäden können zwar für die Frage relevant sein, ob eine Wertminderung eingetreten ist; sie sind aber kein Grund, eine festgestellte Wertminderung nicht zu ersetzen.

Merkantiler Minderwert bei Oldtimern

Diese Rechtsmeinung zum sogenannten merkantilen Minderwert bei Oldtimerfahrzeugen wird bereits seit einigen Jahren vertreten. Bis dato war es auf Grund geringer Streitwerte jedoch nicht möglich, eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofes zu erreichen. Viele namhafte Kfz-Sachverständige waren in der Vergangenheit gehalten, die deutsche Judikatur für die Argumentation der Wertminderung zu bemühen. Die nunmehr ergangene Entscheidung ermöglicht die problemlose Bezugnahme für Sachverständige, die mit der Ermittlung (und Berechnung) der Wertminderung eines (originalen und erhaltenswürdigen) Oldtimerfahrzeuges befasst worden sind.

Was Sie schon immer zu historischen Fahrzeugen wissen wollten

Was Sie schon immer zu historischen Fahrzeugen wissen wollten

Was ist die Voraussetzung für ein „historisches Fahrzeug“? Welche Vorteile ergeben sich durch diese Typisierung? Warum gibt es kein spezielles Kennzeichen? In dieser Übersicht erfahren Sie die wichtigsten Punkte, warum und wie Sie Ihr Fahrzeug als „historisch“ typisieren können.

Was ist die Genehmigung als historisches Fahrzeug?

In die Fahrzeugpapiere (Typenschein oder Einzelgenehmigung) wird die Eigenschaft „historisches Fahrzeug“ eingetragen. Auf diese Eintragung beziehen sich alle relevanten gesetzlichen Bestimmungen.

Was sind die Grundvoraussetzungen für eine “historische” Typisierung?

Das Fahrzeug muss älter als 30 Jahre sein, in einem originalen guten Zustand (Zustandsnoten 1-3), nicht für den täglichen Gebrauch und in der approbierten Liste des BMVIT als erhaltungswürdig eingetragen sein (www.khmoe.at).

Warum soll ich das machen?

Verschiedene gesetzliche Maßnahmen – weltweit – werden es zukünftig immer schwieriger machen, mit „normalen“ Gebrauchtwagen diese Vorgaben zu erfüllen. Im LKW-Bereich sind schon derzeit Ausnahmen von den IG-L Fahrverboten an die Eigenschaft „historisches Fahrzeug“ gebunden. In D haben Fahrzeuge mit H-Kennzeichen praktisch bei allen Fahrbeschränkungen Ausnahmen.

Wer ist dafür zuständig?

Für die Änderung der Dokumente ist die Prüfstelle der Landesregierung zuständig (in jenem Bundesland, wo das Fahrzeug zugelassen ist, bzw. der BesitzerIn den Hauptwohnsitz hat)

Welches Fahrzeug erfüllt die Bedingungen? Warum keine automatische Umstellung?

Das Fahrzeug muss mind. 30 Jahre alt sein, sich in einem originalgetreuen Zustand befinden, bzw. Veränderungen „historisch korrekt“ sein, nicht für den täglichen Gebrauch. Dann kann es in die approbierte Liste des BMVIT als erhaltungswürdig eingetragen werden (www.khmoe.at). Das wird vor der Eintragung überprüft.

Wie funktioniert das Eintragen – negative Überprüfung – wie weiter?

Grundsätzlich ist die Vorführung des Fahrzeuges bei der Prüfstelle der Landesregierung erforderlich. Ergibt die Überprüfung Mängel die eine Eintragung „historisches Fahrzeug ausschließen“ so wird ein Mängelbefund ausgestellt. Anhand dessen die beanstandeten Mängel behoben bzw. die erforderlichen Unterlagen besorgt werden können.

Was kostet es?

Je nach Fahrzeugart und Art der Dokumente, bzw. Unterlagen beträgt die Gebühr ca. 40,- bis 60,- Euro (Oktober 2017)

Was ändert sich für mich?

Fahrtbeschränkung von 120 Tagen für Kraftwagen (PKW, LKW, Zugmaschinen etc.) und 60 Tagen für Krafträder (Motorräder, Motorfahrräder, Motordreiräder), erforderliche Aufzeichnungen (Fahrtenbuch) bzw. das Prüfintervall §57a von 2 Jahren. Vorlage des Typenscheins bzw. die Einzelgenehmigung Zukünftig bei der §57a Überprüfung „historisch“.

Inhalt Fahrtenbuch?

Das Fahrtenbuch muss „zuordenbar“ sein (Fahrzeugtyp, Fahrgestellnummer, Kennzeichen), es darf nicht manipulierbar sein (lose Blätter, bzw. Seiten nicht nummeriert), es sind die Tage an denen gefahren wird vor Antritt der Fahrt aufzuzeichnen bzw. durchzunummerieren, sowie der km-Stand bzw. die gefahrenen Kilometer und die Fahrtstrecke zu dokumentieren.

Vorteile?

Ausnahmen bei bestimmten gesetzlichen Bestimmungen (z.B. IG-Luft), Prüfintervall bei der § 57a Überprüfung 2 Jahre, Dokumentation des Kulturgutes „Historisches Fahrzeug“ nach außen.

Wie wird das historische Fahrzeug gekennzeichnet? Gilt das auch im Ausland?

Die Kennzeichnung erfolgt über eine rot-weiße § 57 a Plakette „Historisches Fahrzeug“. In Ländern mit einschlägigen Bestimmungen wird dies grundsätzlich anerkannt, es ist jedoch bei Auslandsreisen zu empfehlen, dies an den jeweiligen Zielorten zu hinterfragen.

Wechselkennzeichen möglich?

Man kann „historische Fahrzeuge“ weiterhin mit „normal“ zugelassenen Fahrzeugen auf ein Wechselkennzeichen zusammenmelden.

Schwarze Nummerntafel, verliert man diese?

Beim Eintrag „historisch“ ändert sich nichts an der grundsätzlichen Zulassung des Fahrzeuges, d.h. es ändert sich weder das Kennzeichen, noch ist der Umstieg auf eine „neue“ Nummerntafel notwendig

Nachträgliche Veränderungen – Überprüfung der Genehmigungskonformität bei § 57a?

Bei historischen Fahrzeugen wird zukünftig auch überprüft, ob das Fahrzeug mit der Genehmigung (als historisches Fahrzeug) übereinstimmt, damit sollen nachträgliche Umbauten erkannt werden. Hier geht es primär um „offensichtliche“ Veränderungen.

Besitzwechsel?

Die Eigenschaft „historisches Fahrzeug“ ist auf das Fahrzeug bezogen und ändert sich nicht bei Besitzwechsel

Zusammenhang mit FIVA ID-Card und ÖMVV-Registrierung?

Die gesetzliche definierte Eigenschaft „historisches Fahrzeug“ hat keinen Zusammenhang mit einer FIVA ID-Card oder einer alten ÖMVV-Registrierung. In der FIVA ID-Card wird aber auf Veränderungen gegenüber dem Originalzustand hingewiesen, die auch für das „historische Fahrzeug“ relevant sein können.

Was wird mit dem weißen Pickerl?

Dieses bleibt für Fahrzeuge, die nicht „historisch“ eingetragen sind, diese werden quasi als Normalfahrzeuge gesehen.

Warum haben wir keine speziellen Kennzeichen (H-Kennzeichen, bzw. 07-Kennz.)?

Weil dann kein Wechselkennzeichen mehr möglich wäre.

Wenn Wien eine Umweltzone wird, darf ich dann mit dem historischen Fahrzeug einfahren?

Nach derzeitiger Gesetzeslage (Landesverordnung) ja.

Muss ich auch bei Fahrten im Ausland ein Fahrtenbuch führen?

Ja – die Fahrtage gelten auch für Fahrten im Ausland.

Kann die Fahrtbeschränkung von den 120/60 Tagen abweichen bzw. zusätzlich eingegrenzt werden?

Die 120/60 Tage Regelung ist im KFG verankert. Zukünftige gesetzliche Änderungen sind aus heutiger Sicht nicht abschätzbar.

Wie wird das Fahrtenbuch kontrolliert?

Im Zuge der § 57a Überprüfung oder auch durch die Behörde.

Bleibt der originale Typenschein bzw. Einzelgenehmigung erhalten?

Die originalen Dokumente bleiben erhalten, es wird ein Zusatzblatt eingeheftet.

Was besagt der Eintrag in die „Liste der historischen Fahrzeuge“?

Der Eintrag sagt nur aus, dass die betreffende Fahrzeugtype als historisch anerkannt werden kann, nichts aber über den historisch korrekten Zustand des betreffenden Fahrzeuges.

Welche Vorteile habe ich bei der § 57a Überprüfung – außer den 2 Jahren?

Für „historische“ Fahrzeuge aber auch grundsätzlich gelten jene Werte (Abgas, Bremswerte), die für das jeweilige Erstzulassungsdatum bzw. den damaligen Bauvorschriften zulässig waren, es ist aber kein Freibrief für einen schlechten technischen Zustand.

Kann die Einhaltung der Fahrtbeschränkung auch anders als mit einem Fahrtenbuch nachgewiesen werden?

In Bezug auf die Neuregelung in der 35.KFG Novelle gilt folgendes: Bei historischen Fahrzeugen ist die Einhaltung der zeitlichen Beschränkungen gemäß § 34 Abs. 4 anhand der vorgelegten fahrtenbuchartigen Aufzeichnungen zu kontrollieren.

Oldtimer-Überwinterung: Risiken & Tipps für die Winterruhe

Die Tage werden kürzer und die Temperaturen sinken – der Winter klopft bald an die Tür. Wer sich auf die Überwinterung des Oldies vorbereiten und so Frost, Schmutz und Streusalz keine Chance geben will kann jetzt schon die ersten Überlegungen anstellen.

Fallen die ersten Blätter auf das Autodach, ist es bald an der Zeit, den Oldtimer von der Straße in die Garage zu überführen.

Welche Risiken lauern bei der Oldtimer-Überwinterung?

Damit der Oldtimer auch für die nächste Saison ohne große Reparaturen bereit ist, sollte das Fahrzeug entsprechend über den Winter einlagert werden. Hierbei sind die Gefahren für betagte Modelle jedoch größer als bei modernen Autos.

Wir haben Tipps für die Oldtimer-Überwinterung gesammelt:

1. Tipps für die Einlagerung

Besonders wichtig, um Standrisiken zu vermeiden, ist die korrekte technische Einlagerung des empfindlichen Fahrzeugs. Neben einem kompletten Service (Wechsel aller Öle, Luftdruck etc.) ist die Frage eines vollen Tanks oder leeren Tanks ist ein heiß diskutiertes Thema. Folgendes ist zu beachten: Benzin enthält Ethanol, das ist stark hygroskopisch, daher zieht es Wasser und Luftfeuchtigkeit an. Volle Tanks, sofern sie nicht versiegelt sind können daher trotzdem rosten, – weil mehr Benzin = mehr Ethanol drinnen ist. Lange Standzeiten bewirken eine “Entmischung” des Kraftstoffes – der schwerere Wasseranteil sorgt für Rost am Tankboden. Die “trockene” Tankoberseite ist ebenfalls rostgefährdet. Benzin hat ein Ablaufdatum von rund 3 Monaten. Das entmischte und kontaminierte Benzin wird vom Motor meistens klaglos verarbeitet, jedoch leiden die empfindlichen Einspritzanlagen und die Vergaser. Bei den Vergasern, in welchem das Benzin mit Luft in Kontakt kommt. Es kommt  zu starker Oxidation von Nadeldüsen, Düsen, Zink- und Alu-Teilen. Es wäre also auch schade um einen vollen Tank. Wichtig wäre es besonders über den Winter Treibstoffadditive (z. B. Bactofin) dem Benzin beizumengen.

Damit die Lebensdauer der Batterie erhalten bleibt, ist diese abzuklemmen und im Idealfall an ein spezielles Erhaltungs-Ladegerät angeschlossen werden.

Die Handbremse ist der Lagerung zu lösen, da ansonsten die Belege festkleben könnten. Weiterhin kann das Fahrwerk und die Reifen bei längerem Stehen durch Aufbocken entlastet werden.

2. Anforderungen an den Lagerort

Dieser sollte großräumig und sicher sein, denn ein Schaden durch herab- oder umfallende Gegenstände ist äußerst ärgerlich. In Mehrfachgaragen kann es auch zu Schäden durch andere Fahrzeuge kommen – wie beispielsweise Dellen oder Kratzer. Schäden können auch durch salziges Tauwasser entstehen, wenn diese Garagen im Winter von Alltagsfahrzeugen genutzt werden.

Der Lagerort sollte vor Wind und Wetter schützen. Zu vermeiden sind hierbei unbeheizte Einzelgaragen ohne Belüftung, denn sonst bildet sich Kondenswasser. Optimal ist ein Raum mit gleichbleibender Temperatur um die 15 Grad sowie 40 bis 50 Prozent Luftfeuchtigkeit.

3. To-dos zur Vorbereitung

Bevor das Fahrzeug einen längeren Zeitraum abgestellt werden kann, sollte der Wagen zuvor noch einmal gründlich gereinigt werden. Ansonsten fördern Feuchtigkeit und Schmutz die Rostbildung. Wenn möglich sollten die Fenster einen Spalt geöffnet bleiben. So vermeiden man, dass sich Feuchtigkeit im Inneren ansammelt.

Ist es nicht möglich, den Klassiker in einem Raum mit Luftaustausch zu lagern, empfiehlt es sich, eine Schutzhülle zu verwenden.

4. Wichtiges zum Schutz vor Diebstahl

Auch im Winter während der Einlagerung sollten der Klassiker vor Langfingern geschützt sein. Dafür bietet sich eine Alarmanalage oder ein Ortungssystem an. Eine als Teilkasko- oder Allgefahrenversicherung ist ebenso zu empfehlen.

Den umfassenderen Schutz bietet dabei die Allgefahrendeckung. Denn neben Transportschäden sind hier beispielsweise auch Kratzer am Fahrzeug sowie eingelagerten Gegenstände durch spielende Kinder eingeschlossen.

5. Tricks für den Frostschutz

Die Kälte kann dem Oldtimer gefährlich werden: Gefriert das Kühlwasser, kann das den Motor des Oldtimers und andere Bauteile stark beschädigen. Gerade deshalb ist der richtige Lagerort wichtig. Darüber hinaus sollte bei hohen Minusgraden der Frostschutz erneut kontrollieren werden.

6. Anstarten

Während der Winterlagerung ist kurzes Anstarten zu vermeiden. Durch die Abwärme des Motors und die kalten Außentemperaturen entsteht Kondenswasser, was wiederum die Rostbildung fördert.

Patina – Oldtimer zwischen toprestauriert und Scheunenfund

Patina – Oldtimer zwischen toprestauriert und Scheunenfund

Patina, ein Begriff, der in den letzten Jahren immer mehr Aufmerksamkeit bekommen hat. Und das zu Recht. Statt toprestaurierter Fahrzeuge tauchen immer öfter originale Autos auf, sprich im benutzten Zustand. Bei einer Diskussion in diesem Sommer wurde gesagt: „Zustand 1 bedeutet nicht Originalzustand. Denn neue Farbe ist neu und nicht original.“

Nun schließt sich daran immer die nächste Frage – was ist denn besser? Das lässt sich pauschal nicht sagen. Die Patina-Liebhaber vertreten die These, dass nur so die Seele des Fahrzeugs erhalten bleibt. Dass man dem Auto so sein Leben ansieht, seine Geschichte, die es zu erzählen. hat. Zum Beispiel beim sogenannten Sarajewo-Auto, einem Gräf & Stift-Modell, in dem der österreichisch-ungarische Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand und seine Frau Herzogin Sophie ermordet wurden. Ein Auto im Originalzustand mit jenen Einschusslöchern, die letztlich den Ersten Weltkrieg auslösten.

Das sollte man also nicht restaurieren. Aber es muss ja nicht gleich Blut am Polster kleben, ob Beule vom Rennen oder Risse von der Sonne, all das hat seinen individuellen Wert. Nicht so wertvoll dürfte der Zustand eines Scheunenfundes sein. Sicher, auch das sind Lebensspuren. Doch letztlich ist es nur ein ungepflegter Zustand, weil sich niemand um das Auto gekümmert hat. Diese Art Patina kann nicht gemeint sein, oder?

Die DEKRA definiert Patina als „die an der Oberfläche eines Fahrzeugs sichtbaren Auswirkungen von Nutzung, Pflege und Alterung. Bemerkbar machen sich diese durch Abnutzung, Nachdunkeln, Vergilbung oder ein natürliches Rissbild.“ Und dabei ist es wichtig, nicht nur auf Alterung in der Scheune abzustellen, sondern zugleich auf Pflege, die dort eben nicht stattfand.

Hier hat die Charta von Turin 2013 zwar auf ein neues Bewusstsein gesetzt, aber zugleich denjenigen Tor und Tür geöffnet, die jeden zweifelhaften Zustand als „Patina“ vermarkten und damit den Wert steigern möchten. Dabei steckt „unter dem Deckmäntelchen des Patina-Hypes oft nur Schrott“, diagnostiziert ein Kfz-Sachverständiger. Deshalb ist ein sensibler Umgang mit Patina nötig – nicht nur beim Restaurieren, sondern auch bei der Bewertung.

Oldtimerkauf und Gewährleistungsverzicht

Bei einem Kaufvertrag zwischen Privatpersonen wird sehr häufig ein Internetvertragsmuster oder die Vorlage des ÖAMTC verwendet. Die Verkäufer gehen regelmäßig davon aus, dass der Hinweis auf den Gewährleistungsausschluss bei einem Privatgeschäft (rechtlich) verbindlich ist. Dem ist nicht so.

Grundsätzlich erstreckt sich zwar ein Gewährleistungsverzicht auch auf verborgene Mängel wie etwa einen „beginnenden Motorschaden“. Der Gewährleistungsverzicht erstreckt sich aber nicht auf zugesicherte Eigenschaften, wie etwa die Betriebs- und Verkehrssicherheit als schlüssige Zusage des Verkäufers. Bei Auslegung des Gewährleistungsverzichtes ist nicht nur der Wortlaut des Vertrages relevant. Für die Erforschung der Parteienabsicht sind auch die Umstände des Vertragsschlusses, nämlich das sonstige Verhalten der Vertragsparteien und deren Erklärungen von wesentlicher Bedeutung. Wurde vor Übergabe des Fahrzeuges eine § 57a KFG-Überprüfung (Pickerl) vorgenommen oder diese einvernehmlich durchgeführt, so wird die Verkehrs- und Betriebssicherheit automatisch zum Vertragsgegenstand. Dies gilt auch für solche Fahrzeuge, welche als Verkehrs- und Betriebssicher (durch Ankreuzen im Vertrag) verkauft werden. In diesen Fällen ist die Fahrtüchtigkeit des Kaufgegenstandes schlüssig vereinbart worden. Den Motorschaden als latenten oder angelegten Mangel hätte der Käufer sicherlich nicht akzeptiert, sodass der Gewährleistungsverzicht entsprechend einschränkend auszulegen ist und der Käufer seine Gewährleistungsansprüche nicht verliert.

Selbst für den Fall, als die Vertragsparteien sich gemeinsam auf einen Ankaufstest einigen und ein „beginnender Motorschaden“ bei diesem Test nicht entdeckt würde, gehen die Gewährleistungsansprüche trotz Verzicht im Kaufvertrag nicht verloren. Die Ansprüche des Käufers können innerhalb von zwei Jahren nach Übergabe des Fahrzeuges geltend gemacht werden.